Das Lied erinnert mich an eine schöne Zeit, allein in Paris ...Stunden an der Seine verbracht, die Sonne genossen, zu meinem Lieblingsplatz gegangen, die Menschen um mich herum beobachtet ... aber auch so ein penetranter Mann, der mich verfolgte und beim besten Willen es nicht hinnehmen wollte, das ich keinen Café mit ihm trinken wollte.
Würde jetzt gerne auf der Seine sein ...dahingleiten in einem Boot und die Sterne am Himmel ansehen ...
So, nach einem langen Tag mache ich es mir jetzt so schön kuschelig!
Eine Menge Kerzen angezündet und ein kleines Duftlämpchen mit einem besonderem Duft, kuscheliger Musik auf den Ohren –will ja schließlich jetzt keinen Besuch mehr hier haben- eingemummelt in einer Decke und im Sitzsack, so kann ich über mir die Sterne sehen, die Sterne, die ich eben schon draußen sah und eine ganze Weile beobachtet habe … zu spät, bin gerade entdeckt worden … „Mama, hast du es dir gemütlich gemacht! Ich habe es gerochen.“ Wir sind uns da doch sehr ähnlich, zwei Kuschelmonster.
Wo war ich stehen geblieben?
Ach ja, die Sterne … wunderschön wie sie glitzern, wie sie angeordnet sind, manchmal ist mir als erzähle jeder Stern seine Geschichte und dann sehe ich immer den hellsten Stern .. der Größte? Und es fallen mir unendlich viele Gedanken und Worte ein und es kommt mir vor als lebe ich in einer anderen Welt, weit von hier entrückt, weit entfernt von dieser egoistischen, kalten Welt …umgeben von Wärme und Geborgenheit und ich bekomme Sehnsucht danach und fühle wie tief es in mir liegt, wie tief ich es begraben habe und wie unendlich schwer es manchmal ist alles hervorzuholen.
Ich fühle wie ich das Bedürfnis habe mich an das Wasser zu stellen, im Schutz der Nacht, den Mantel abzustreifen und endlich wieder die Luft an meinen Körper zu lassen … den Ballast der Kleidung nicht mehr tragen zu müssen, sondern nur ich sein, so wie ich bin …so wie ich in meinem tiefen Inneren bin, meine Verletzlichkeit zeigen und das Gefühl der Freiheit geniessen, den Wind wieder zu spüren, den Duft einzuatmen, mich spüren ….eine zeitlang nackt da zu stehen und mich endlich wieder fühlen …
Ist es der Duft, der jetzt hier im Raum liegt, die Musik oder bin ich es, aber manchmal da fühle ich es genau, fühle das leichte Gribbeln das von meinen Fingern ausgeht und nehme viel mehr als nur mich wahr, ich sehe vielmehr als nur meine Augen mir zeigen wollen.
Es ist als spüren meine Finger viel mehr als „real“ da ist …glaubt der Mensch nur was er sieht?
Was ich sehe geht viel tiefer, viel, sehr viele Wasserbläschen um mich herum, türkisfarbendes Wasser und ich falle tiefer und immer tiefer und spüre die Freude in mir und ich weiß ich bin nicht allein hier, sondern es ist jemand da, der diese Freude teilt.
Das Spüren des Wassers auf der nackten Haut ist ein ganz besonderes Gefühl, es ist unbeschreiblich und es ist als könne man die Stille, die Ruhe des Wassers förmlich hören.
Und dann sehe ich Schmetterlinge, ganz viele die in den Himmel steigen, wie Tausende von kleinen Seele die emporsteigen und ich habe das Gefühl ich müsste mitfliegen, doch ich kann nicht, in bin noch gefangen in diesem Körper, muss warten bis meine Zeit gekommen ist und ich mit emporsteige und nicht mehr zurückkomme. Und ich freue mich auf ein Wiedersehen.
Ich liebe meine Sinnlichkeit, aber sie scheint nichts für diese Welt zu sein, diese Welt ist zu kalt dafür, zu sehr fixiert ... gibt es noch Menschen die geniessen können, die nur fühlen können ohne zu sehen, die sich aneinander fühlen könne, sich riechen, sich schmecken ...? Die die Zeit auch mal vergessen, die alles um sich herum vergessen?